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Warum dein Lieblingsfoto fürs Datingprofil vielleicht genau das falsche ist

  • Autorenbild: Cherry
    Cherry
  • vor 6 Tagen
  • 5 Min. Lesezeit
Junge Frau betrachtet lächelnd zwei unterschiedliche Profilfotos desselben Mannes – ein strenges und ein sympathisch wirkendes Bild – passend zum 2Cherrys-Artikel über die Wahl des richtigen Datingprofil-Fotos.

Du hast ein Foto, auf dem du dich selbst richtig gut findest?


Vielleicht sitzt du im Auto. Vielleicht trägst du Sonnenbrille. Vielleicht stehst du irgendwo im Urlaub, hältst ein Bier in der Hand oder hast ein Bild gewählt, das schon ein paar Jahre alt ist, auf dem du dich aber besonders gerne siehst.


Dann kommt jetzt die unangenehme Nachricht:


Genau dieses Foto kann auf andere ganz anders wirken als auf dich selbst.


Beim Datingprofil zählt nämlich nicht nur, ob du dich auf einem Bild attraktiv findest. Entscheidend ist auch, welches Gefühl das Foto bei jemandem auslöst, der dich überhaupt noch nicht kennt. Und genau da liegen Selbstbild und Fremdwirkung erstaunlich oft auseinander.



Männer wählen Fotos häufig nach einem anderen Maßstab


Viele Männer fragen sich beim Aussuchen eines Profilbildes:

„Sehe ich darauf gut aus?“


Frauen achten beim ersten Blick aber häufig auf etwas anderes:

„Wie wirkt dieser Mann auf mich?“


Das klingt ähnlich, ist aber nicht dasselbe. Ein Foto kann dich markant, cool oder besonders souverän wirken lassen – gleichzeitig aber distanziert, streng oder schwer einschätzbar.

Ein anderes Bild findest du selbst vielleicht eher unspektakulär. Du lachst darauf, bist ganz normal angezogen und sitzt irgendwo mit einem Kaffee.


Und genau dieses Foto kann sympathischer wirken. Denn beim ersten Kontakt geht es nicht nur um Attraktivität. Es geht auch um Zugänglichkeit.



Das Sonnenbrillen-Foto: cool oder einfach schwer zu lesen?


Es gibt vermutlich kaum ein Datingprofil ohne mindestens ein Foto mit Sonnenbrille. Im Urlaub sieht sie gut aus. Im Cabrio auch.


Als Hauptbild hat sie allerdings einen Nachteil: Man sieht deine Augen nicht.


Und genau über die Augen entsteht ein großer Teil des ersten Eindrucks. Ein offener Blick kann Wärme, Humor und Persönlichkeit vermitteln. Eine große dunkle Sonnenbrille nimmt davon einiges weg. Das bedeutet nicht, dass du solche Bilder löschen musst. Als zweites oder drittes Foto können sie völlig in Ordnung sein. Beim ersten Foto wäre dein Gesicht ohne Barriere meistens die bessere Wahl.




Das Auto-Selfie ist praktischer, als es aussieht – und genau das sieht man


Du sitzt ohnehin im Auto.

Das Licht passt.

Also schnell die Kamera hoch und fertig ist das neue Profilbild.

Das Problem ist nicht das Auto.


Das Problem ist, dass diese Bilder häufig aussehen wie:

„Ich brauchte eben schnell ein Foto.“


Ein Datingprofil darf ruhig ein bisschen Mühe zeigen.

Nicht künstlich.

Nicht professionell.


Aber so, dass man merkt: Du hast dir Gedanken darüber gemacht, wie du dich vorstellst.

Schon ein normales Foto draußen oder bei gutem Tageslicht kann wesentlich persönlicher wirken.



Ein zehn Jahre altes Foto ist vielleicht schön – aber es erzählt die falsche Geschichte


Fast jeder besitzt Fotos, auf denen er sich besonders mag. Vielleicht warst du damals schlanker. Die Haare waren voller. Der Bart noch nicht grau.


Und trotzdem sollte dein Profil zeigen, wie du heute aussiehst. Nicht weil älter automatisch schlechter bedeutet. Im Gegenteil. Ein aktuelles Foto vermittelt Sicherheit.


Wer dich anschaut, muss sich nicht fragen, ob die Bilder noch stimmen. Gerade ab 45 ist Authentizität oft viel interessanter als der Versuch, möglichst jung zu wirken.


Du bist nicht auf einer Bewerbung für dein 30-jähriges Ich. Du möchtest zeigen, wer heute hinter dem Profil steckt.



Das Gruppenfoto stellt eine überraschend schwierige Frage


Du bist mit Freunden unterwegs, alle lachen, die Stimmung ist gut.

Eigentlich ein tolles Bild.


Nur denkt die Person auf der anderen Seite vielleicht:

„Welcher davon ist er?“


Gruppenbilder können zeigen, dass du gerne unter Menschen bist. Aber das erste Bild sollte eindeutig sein. Wenn jemand zuerst Detektiv spielen muss, bevor überhaupt klar ist, zu wem das Profil gehört, geht ein Teil des ersten Eindrucks verloren.



Das Foto mit der Ex – auch wenn sie herausgeschnitten wurde


Man sieht nur noch einen Arm. Eine halbe Schulter. Oder einen verdächtig engen Bildausschnitt. Und sofort entsteht eine Geschichte im Kopf.


Wer stand da vorher?

Natürlich bedeutet ein zugeschnittenes Foto nicht automatisch etwas.


Aber warum überhaupt eine unnötige Frage erzeugen?


Wenn du ein Profil neu aufsetzt, lohnt es sich, ein paar aktuelle Fotos nur für dich machen zu lassen. Das braucht weder Fotograf noch Studio. Ein Freund, gutes Tageslicht und zehn Minuten reichen oft völlig.



Dein Hobby kann interessant sein – du solltest trotzdem noch erkennbar bleiben


Motorrad.

Fahrrad.

Angeln.

Wandern.

Fußball.

Hund.


All diese Bilder können etwas über dich erzählen. Sie sollten aber nicht dein Gesicht ersetzen. Ein Mann neben seinem Motorrad ist etwas anderes als ein Motorrad mit einem winzigen Mann irgendwo im Hintergrund. Das Hobby unterstützt dein Profil.

Es ist nicht dein Profil. Menschen möchten zunächst dich kennenlernen. Die Harley kann später immer noch Eindruck machen.



Warum ein ganz normales Lächeln oft stärker wirkt als ein „cooler“ Gesichtsausdruck


Viele Menschen mögen Fotos von sich selbst nicht besonders. Sobald eine Kamera auftaucht, wird aus dem normalen Gesicht plötzlich ein konzentrierter Blick.

Kinn hoch.

Mund geschlossen.

Bloß nicht albern aussehen.


Das Ergebnis wirkt dann manchmal viel strenger als die Person tatsächlich ist. Wenn du im Alltag viel lachst, darf das auf deinem Profil sichtbar sein.


Denn ein freundlicher Gesichtsausdruck transportiert etwas, das keine perfekte Pose ersetzen kann:

Mit diesem Menschen könnte ein Gespräch angenehm sein.

Und genau dieses Gefühl kann jemanden dazu bringen, länger auf deinem Profil zu bleiben.



Frauen sehen nicht nur dein Gesicht – sondern dein Leben dahinter


Ein gutes Profilfoto beantwortet unbewusst mehrere Fragen:


Wie lebt dieser Mensch?

Wirkt er offen?

Hat er Humor?

Ist er gepflegt?

Kann ich mir vorstellen, mit ihm einen Kaffee trinken zu gehen?


Deshalb funktionieren Fotos häufig gut, auf denen ein bisschen Kontext zu sehen ist.


Ein Spaziergang.

Ein Café.

Ein Ausflug.

Ein Garten.

Eine Reise.


Eine alltägliche Situation, die trotzdem schön aufgenommen ist. Das ist oft spannender als zehn fast identische Nahaufnahmen.




„Ich bin halt nicht fotogen“ ist selten das eigentliche Problem


Viele Männer sind überzeugt, dass von ihnen einfach keine guten Fotos existieren.

Meistens stimmt das nicht. Oft existieren nur kaum Fotos, weil Männer im Alltag wesentlich seltener bewusst fotografiert werden.


Dann besteht die Galerie aus:

Selfies.

Urlaubsbildern von vor Jahren.

Fotos vom Arbeitsplatz.

Und Bildern, auf denen man zufällig irgendwo mit drauf ist.


Die Lösung ist überraschend simpel:

Mach neue Fotos.

Nicht hundert.

Vielleicht zehn oder zwanzig.


Draußen, bei Tageslicht, in unterschiedlichen Situationen. Unter diesen Bildern ist fast immer mindestens eines dabei, auf dem du natürlich wirkst.



Das perfekte Profilbild ist wahrscheinlich gar nicht perfekt


Es braucht keine perfekte Haut.

Keine Luxusumgebung.

Keinen Sixpack.

Und keine professionelle Inszenierung.


Das beste Bild ist häufig das, bei dem jemand denkt:

„Der wirkt sympathisch. Über den würde ich gerne mehr erfahren.“

Das ist beim Dating viel wertvoller als:


„Der sieht aus wie aus einer Werbung.“


Denn ein Profil soll nicht nur beeindrucken.

Es soll einen Kontakt möglich machen.



Ein kleiner Test kann überraschend viel zeigen


Wenn du unsicher bist, welches Foto du nehmen solltest, wähle drei aktuelle Bilder aus.

Und dann frag nicht:

„Auf welchem sehe ich am besten aus?“


Frag:

„Auf welchem wirke ich am sympathischsten und am meisten wie ich selbst?“


Die Antworten können sehr unterschiedlich ausfallen. Und genau das zeigt, warum das eigene Lieblingsfoto nicht automatisch das beste Profilbild sein muss.



Vielleicht brauchst du gar kein besseres Gesicht – sondern nur ein besseres Foto


Viele Männer vergleichen sich beim Online-Dating mit anderen.

Jünger.

Trainierter.

Mehr Haare.

Bessere Kleidung.


Doch häufig ist gar nicht das Aussehen das Problem. Das Foto zeigt einfach nicht besonders gut, wer du bist.


Ein aktuelles Bild.

Ein offener Blick.

Ein bisschen Persönlichkeit.


Mehr braucht es manchmal gar nicht, damit aus einem schnellen Weiterklicken ein zweiter Blick wird.


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